Camrhein Cultural Weekend 2011

Camrhein Cultural Weekend 2011

Jedes Jahr findet an einem Wochenende im Sommer das Kulturwochenende des Vereins der im Rheinland lebender Kameruner ACR e.V. statt. Im Rahmen dieses Kulturwochenendes wird ein kamerunischer Kulturabend, sowie ein Fußballturnier mit Mannschaften verschiedener Nationalitäten aus der Region und anderen kamerunischen Vereinen in Deutschland organisiert. Zum Abschluss des sogenannten „Camrhein Cultural Weekend“ wird meistens ein Tanzabend veranstaltet.

Das diesjährige „Camrhein Cultural Weekend“ fand vom 12. bis 13. August 2011 in Köln statt.

summary

Am Freitag den 12. August wurde zwischen 19 Uhr und 23 Uhr den vielen Gästen ein Kulturabend mit einem vielfaltigen Programm angeboten.

Ein Höhenpunkt des Kulturabends wurde das Theaterstück „Drei Anwärter, ein Ehemann“, das von der Geschichte des kamerunischen Autors Guillaume Oyono Mbia (Trois prétendants, un mari) inspiriert ist.

Es geht in diesem Theaterstück um die Geschichte der jungen Schülerin Juliette(gespielt von Esther Tchokokam), deren Eltern sie zwang verheiraten möchten. Drei Anwärter gibt es um die Hand von Juliette. Aber der Vater (Ta Emma, gespielt von Emmanuel Takougang) und die Mutter (Mekrù, gespielt von Nadia Ntamghe) wollten nicht einfach irgendeinem der dreien den Vorzug geben. Sie wollten den reichsten, der für ihre Tochter und die zukünftigen Enkelkinder gut sorgen kann, als Mann für ihre Tochter. Nach diesem Kriterium haben die Eltern einen Mann, der als Beamter im Gesundheitsministerium arbeitet, ausgewählt, zu Ungunsten vom Bauer Cyrille (gespielt von Cyrille Ntamghe).

Cyrille der Bauer besitzt zwar viele Hühner, Ziegen und Kühe, aber seine Zukunft ist für die Mutter Mekrù zu unsicher. Die Vogel- oder die Schweinegrippe, besser noch EHEC, kann jederzeit ausbrechen; dann würde Cyrille alles verlieren. Chancelier (gespielt von Chancelier Kemeni) hätte hingegen als Beamter eine ruhige und sichere Zukunft bis zur Rente.

Als Juliette, die allerdings heimlich in den Schüler Dennis (gespielt von Dennis Fokoua) verliebt ist, von ihrer Mutter über diese Situation erfährt, ist sie fassungslos und wütend. Sie entscheidet sich mit ihrem Schulfreund Dennis zu flüchten. Als die Eltern die Flucht ihrer Tochter feststellen, machen sie sich gegenseitig Vorwürfe.

Sechs Jahre vergingen und Juliettes Eltern hatten jeden Tag um sie getrauert. Eines Tages kehren Juliette und Dennis nach Hause zurück. Sie war mittlerer weile ärztin und Dennis Anwalt geworden. Sie entschuldigen sich aufrichtig für ihre Tat und kündigen ihre bevorstehende Hochzeit an. Juliettes Mutter kann ihr Glück, ihre Tochter endlich wiederzusehen kaum fassen, und fällt mit Glückstränen über sie her. Juliettes Vater ist zuerst zurückhaltend, freut sich aber über das, was Juliette geworden ist. Sie beglückwünschen die beiden und geben ihnen ihren Segen.

Desweiteren wurde an diesem Abend die Vielseitigkeit der kamerunischen Mode durch stolze kamerunische Supertalente vorgestellt. Die Kleineren bekamen somit nicht nur die Möglichkeit sich zu entfalten und ihr Talent darzustellen, sondern auch die Kultur des Vaterlandes ein Stück besser kennenzulernen und daran teilzunehmen.

Ein wesentlicher Aspekt der kamerunischen Kultur ist die Vielfältigkeit der kamerunischen Küche. So konnten die Gäste an diesem Abend köstliche Spezialitäten aus Kamerun genießen.

Ein weiterer Gesichtspunkt der Kultur ist natürlich die heimatliche Musik. Somit wurde für das leibliche Wohl der Gäste mit kamerunischen Musikstücke gesorgt. Einer der zur Zeit beliebtesten kamerunischen Tänzen, der sogenannte „PINGUIS-Tanz“ wurde den Gästen vorgeführt.

Es wurde an diesem Abend nicht nur die kamerunische Kultur gefeiert, sondern auch den Gästen die Möglichkeit gegeben, sich mit Landsleuten und Freunden zu treffen und Zeit miteinander in einer gemütlichen und familiären Atmosphäre zu verbringen.

Somit hat sich jeder Teilnehmende an diesem Abend, entspannen und entfalten können, sowohl die ganz Jungen als auch die etwas älteren.

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